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ConectaMovilidad 2026 in El Salvador: Europäische Lösungen für neue Mobilitätsprojekte in Zentralamerika

29 sept
2 min de lectura

Seilbahnen gewinnen in mehreren zentralamerikanischen Städten an Bedeutung. Projekte in El Salvador, Guatemala und Panama befinden sich bereits in unterschiedlichen Phasen der Umsetzung, während Costa Rica zunächst die Machbarkeit einer möglichen Verbindung untersucht. Europäische Unternehmen sind bei mehreren dieser Vorhaben als Technologieanbieter beteiligt.


Gemeinsam ist den Projekten, dass Seilbahnen nicht als isolierte Verkehrslösung geplant werden, sondern bestehende Bus-, Straßen- oder Metrosysteme ergänzen sollen. Im Mittelpunkt stehen dicht besiedelte Stadtgebiete, in denen zusätzliche Straßeninfrastruktur nur begrenzt möglich ist und lange Fahrzeiten den öffentlichen Verkehr belasten.


In El Salvador entsteht derzeit die erste urbane Seilbahn des Landes. Die rund 3,5 Kilometer lange Strecke soll Mejicanos mit dem Zentrum von San Salvador verbinden und über vier Stationen verfügen. Das System umfasst insgesamt 23 Stützen; Ende September wurde die zehnte installiert. Nach Angaben des französischen Unternehmens POMA soll die Installation der Stützen im ersten Quartal 2027 abgeschlossen werden.


POMA ist am elektromechanischen Teil des Projekts beteiligt. Für das Gesamtprojekt wurden vom salvadorianischen Ministerium für öffentliche Arbeiten zuletzt Investitionsvolumina von mehr als 100 Millionen US-Dollar genannt. Damit gehört das Vorhaben zu den größeren aktuellen Investitionen in die urbane Mobilitätsinfrastruktur des Landes.


Auch Guatemala setzt auf Seilbahntechnik. Das AeroMetro-Projekt soll Mixco mit zentralen Bereichen von Guatemala-Stadt verbinden. Vorgesehen ist eine rund 8,9 Kilometer lange Strecke. Entwickelt wird das Projekt unter Beteiligung des österreichischen Seilbahnherstellers Doppelmayr. Das System soll mit dem bestehenden Transmetro-Netz verbunden werden.


In Panama erhielt Doppelmayr Panama Corp. 2026 den Zuschlag für Planung und Bau einer rund 6,6 Kilometer langen Seilbahnverbindung zwischen Panama-Stadt und San Miguelito. Das Projekt umfasst sechs Stationen und soll an die Linie 2 der Metro angebunden werden. Der Auftragswert wurde mit rund 255 Millionen US-Dollar angegeben.


Costa Rica befindet sich dagegen noch in einer früheren Phase. Dort wird die Machbarkeit einer möglichen urbanen Seilbahn zwischen San José und Desamparados untersucht. Die vom Zentralamerikanischen Bank für Wirtschaftsintegration (BCIE) unterstützte Studie soll unter anderem Nachfrage, technische Machbarkeit, Kosten sowie soziale und ökologische Auswirkungen bewerten. Eine Bauentscheidung ist damit noch nicht verbunden.


Die vier Projekte befinden sich damit in deutlich unterschiedlichen Entwicklungsstadien: El Salvador und Guatemala setzen bereits konkrete Vorhaben um, Panama hat den Bauauftrag vergeben, während Costa Rica zunächst die Machbarkeit untersucht.


Die zunehmende Bedeutung urbaner Mobilitätsprojekte in der Region rückt zugleich europäische Technologieanbieter stärker in den Fokus. Mit POMA aus Frankreich und Doppelmayr aus Österreich sind bereits zwei europäische Unternehmen an größeren Projekten in Zentralamerika beteiligt.


Dieses Thema soll im November auch bei der ersten europäischen Transportmesse „Conecta Movilidad 2026“ in San Salvador aufgegriffen werden. Die Delegation der Europäischen Union in El Salvador organisiert die Veranstaltung in Koordination mit der salvadorianischen Regierung vom 23. bis 25. November. Vorgesehen sind die Vorstellung geplanter Verkehrsprojekte, Fachveranstaltungen, Networking sowie Präsentationsmöglichkeiten für europäische Unternehmen mit Technologien und Lösungen für den Mobilitätssektor.


Damit trifft die Messe auf einen Markt, in dem mehrere größere Verkehrsinfrastrukturprojekte bereits umgesetzt, vergeben oder vorbereitet werden. Auch die Europäische Union hat nachhaltigen Transport und Mobilität zuletzt als einen Bereich für eine vertiefte Zusammenarbeit mit Zentralamerika bezeichnet.


Quellen: Ministerio de Obras Públicas de El Salvador, POMA, AeroMetro Guatemala, Metro de Panamá, BCIE, Delegación de la Unión Europea en El Salvador, September 2026.

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